02.10.2015

Schülerzahlen in landwirtschaftlichen Fachschulen erneut gestiegen 

Würschl-Kritik belegt Doppelbödigkeit. Bildungskoordinator ist reformbedürftig

Gestern endete die Anmeldefrist in den landwirtschaftlichen Fachschulen Kärntens. Erneut ist ein Anstieg auf nunmehr 1.294 Schülerinnen und Schülern zu verzeichnen. "Der Handlungsbedarf, der von der Doppelstruktur "Bildungskoordinator" immer wieder beschworen wird, besteht ganz offensichtlich wo anders", sagt heute VP-Clubobmann Ferdinand Hueter. Denn einzig im landwirtschaftlichen Schulwesen seien steigende Schülerzahlen zu verzeichnen.

Bekanntlich kritisiert Bildungskoordinator Herbert Würschl von der SPÖ die Landwirtschaftlichen Fachschulen, deren Lehreranzahl und jüngst auch die Anzahl der Standorte.

"Die Doppelbödigkeit der SPÖ wird offensichtlich. Denn als die landwirtschaftlichen Fachschulen Eberndorf und Hunnenbrunn geschlossen wurden, stellte die SPÖ Anträge im Landtag dagegen und wollte die Standorte unbedingt erhalten", weist Hueter hin.

Ein SPÖ-Antrag zur Erhaltung des Standortes Eberndorf stammt von 29. April 2010. "In diesem Antrag bezeichnet die SPÖ die LFS Eberndorf als Bildungseinrichtung von größter bildungspolitischer und wirtschaftlicher Bedeutung", zitiert Hueter den Antrag. Zusätzlich habe die SPÖ Veranstaltungen in Eberndorf zur Erhaltung der Schule abgehalten, Presseaussendungen von 18. Juni 2010 belegen den Einsatz für den Standort von Peter Kaiser damals.

Auch im Jahr 2006, als die landwirtschaftliche Fachschule Hunnenbrunn mit Althofen zusammengelegt wurde, hat die SPÖ am 22. Juni 2006 gegen diese Zusammenlegung gestimmt.
"Es ist also offensichtlich, dass der Bildungskoordinator sehr unbedacht ablenken will", so Hueter.
Faktum sei, dass mit den bisherigen Zusammenlegungen und der anstehenden Schließung der Fachschule Drauhofen in Oberkärnten in Summe jedes Jahr 1,8 Mio. Euro eingespart werden.

"Auch die Kritik Würschls an der Anzahl der Lehrer geht ins Leere und beweist Unkenntnis oder bewusste Falschinformation", sagt Hueter. Denn die Lehrer der landwirtschaftlichen Fachschulen fallen in die Zuständigkeit des Bildungsreferenten und der Stellenplan werde jedes Jahr durch den Bildungsreferenten festgelegt und genehmigt. Außerdem hat die SPÖ im Landtag diesen Stellenplänen zugestimmt. Die Lehrer müssen laut Hueter auch den Internatsdienst erfüllen, weil die Fachschulen als Ganztagsschulen geführt werden.

"Die aufgeblähte Verwaltung, wie sie Würschl kritisiert, heißt für das landwirtschaftliche Schulwesen 3 Sekretärinnen in der Landwirtschaftsabteilung, ein Landesschulinspektor und eine Fachinspektorin, die unterrichtet. Das alles entspricht den gesetzlichen Vorgaben", betont Hueter. Offensichtlich wolle Würschl als Bildungskoordinator die 3 Posten in der Bildungsabteilung neu schaffen.

"Mein Vorschlag wäre, diese Doppelstruktur, die mit dem Bildungskoordinator geschaffen wurde, einzusparen", fordert Hueter. Weiters solle Würschl endlich sein Konzept zur Einsparung der Bezirksschulräte vorlegen.





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