06.08.2015

RSG 2020 ist erster Schritt in die richtige Richtung

Gesundheitswesen Kärntens Thema im heutigen Kärntner Landtag

"Gesundheit ist unbezahlbar, aber wir müssen ein bezahlbares Gesundheitssystem erhalten", fasst heute VP-CO-Stv. Mag. Markus Malle den Debattenbeitrag der Kärntner Volkspartei im Rahmen der Aktuellen Stunde zusammen. Der Regionale Strukturplan Gesundheit Kärnten (RSG) bestätigt die überproportionale Bürokratie bei unterdurchschnittlicher Effizienz in Kärntens Spitälern. "Kärntens Gesundheitswesen ist nicht nur eines der besten, sondern im internationalen Vergleich auch eines der teuersten. Mit 6,2 Betten pro 1000 Einwohner liegt Kärnten mit 13% jedoch über dem Durchschnitt zu allen anderen Bundesländern. Mehr Betten garantieren aber keine bessere Leistung", so Malle. Die umfassenden Evaluierungen und die Leistungsbeschreibungen der Landesspitäler bestätigten den überdimensionalen Personalaufwand und die Spitalslastigkeit des Kärntner Gesundheitswesens, die dem Land jährlich 249 Millionen Euro an Abgangsdeckungen zusätzlich kosten.

"Laut dem Rechnungsabschluss verzeichnet die Kabeg bereits 1,3 Milliarden Euro Schulden, zu denen jährlich 242 Millionen Euro hinzukommen. Der RSG schlägt daher vor, 266 Betten (8%) in den elf Landesspitälern zu reduzieren, drei Abteilungen zu schließen und gleichzeitig die Verlagerung auf Ambulanzen und Tageskliniken zu forcieren. Dringend abgebaut werden müsse aber die überproportionale Bürokratie, denn unter den 3488 Mitarbeitern in der Kabeg befinden sich lediglich 868 Ärzte. 1866 Personen sind ausschließlich in der Verwaltung tätig. "30% der Angestellten sind also reines Verwaltungspersonal und nicht im medizinisch-pflegenden Bereich tätig. Verglichen mit den privaten und geistlichen Krankenhäusern ist dieser Anteil um 40% höher. Hier werden Gelder aufgewendet die nie direkt am Patienten ankommen," so VP LAbg. Karin Schabus und fordert ein auf den Patienten abgestimmtes Versorgungssystem. "Nicht jedes Krankenhaus muss alles anbieten", so Schabus. Neben einer volkswirtschaftlichen Betrachtung muss jeder Standort außerdem einem betriebswirtschaftlichen Vergleich standhalten.

Die Standortfrage ist letzten Endes auch von regional-wirtschaftlichen Gedanken begleitet. "Bei den exorbitanten Kosten, müssen wir heute reformbereit und verantwortungsvoll handeln. Die Menschen müssen auch zukünftig zeit - und raumnah die beste Versorgung erhalten, wenn sie es brauchen, denn Gesundheit ist das höchste Gut", so Schabus.





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