27.11.2015

Petition zur Sicherstellung einer wohnortnahen medizinischen Versorgung in Kärnten gestern dem Landtag überreicht

Gesundheitsausschuss muss tätig werden

"Besonders im ländlichen Raum ist die flächendeckende medizinische Versorgung unerlässlich für die Erhaltung einer vitalen Lebensqualität. Ohne sie erfährt der ländliche Raum eine weitere Schwächung.", so Karin Schabus, Landtagsabgeordnete der Kärntner Volkspartei, die gestern dem Kärntner Landtag dazu eine Petition des Ökosozialen Forums Kärnten überreichte.
In der Petition enthalten ist ein Forderungspapier, das von den Krankenkassen, der Ärztekammer und den politischen Verantwortlichen klare Gegenmaßnahmen zum Landärztemangel fordert. "Wir erwarten in den nächsten drei Jahren eine Pensionierungswelle und gehen davon aus, dass ca. 50% der Landarztpraxen um ihre Nachbesetzung zittern müssen.", berichtet VP-Schabus. Weitere Ursachen für den Ärztemangel seien die geringen finanziellen Anreize, der Bereitschaftsdienst und das sperrige Apothekengesetz. Andere Bundesländer, haben bereits Anreize für Landärzte geschaffen. Die Steiermark beispielsweise hat das Zulagensystem geändert. „Es müssen dringendst auch die Regelungen über Hausapotheken im Apothekengesetz geändert werden. Das würde zusätzliche Anreize für Landärzte schaffen.", zeigt VP-Schabus auf. Zu den ärztlichen Hausapotheken wurde von der Kärntner Volkspartei bereits im April 2014 ein Antrag im Landtag eingebracht, der vom Gesundheitsausschuss unter SPÖ-Vorsitz bis dato jedoch nicht auf die Tagesordnung genommen wurde. Ziel müsse es sein, Hürden abzubauen und für Landärzte optimale Grundlagen zum Praktizieren zu schaffen. "Durchschnittlich liegt die Patientenzahl laut Ärztekammer bei GKK-Ärzten bei ca. 900 bis 1.000 pro Quartal, bei Landärzten ca. zwischen 400 bis 600. Es liegt also auf der Hand, dass die Landarztpraxen gestärkt werden müssen, um attraktiv zu bleiben. Außerdem müssen die hervorragenden Leistungen der Kärntner Landärzte gebührend anerkannt werden. Denn sie sind ausgezeichnete Diagnostiker, die Menschen in allen Lebenslangen über viele Jahre hinweg medizinisch betreuen", so VP-Schabus, die abschließend die umgehende Behandlung dieser beiden Materien im Gesundheitsausschuss des Kärntner Landtages einfordert.





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