25.01.2018

Green Care stärkt Kärntens Täler und Gemeinden


VP-Initiative Green Care im Gesundheitsausschuss beschlossen. Green Care sichert Standorte, neue Jobs und Strukturen im ländlichen Raum


 "Besonders im ländlichen Raum sind neue Betriebskonzepte wie Green Care ein wichtiger Impulsgeber für Beschäftigung. Sie sichern die Standorte unserer Familienbetriebe, die Einkommen und stärken damit Kärntens Täler und Gemeinden. Green Care bietet neue Perspektiven für eine wohnortnahe Betreuung im Bereich Gesundheit, Soziales und Bildung und ist ein Vorzeigebeispiel, wie landwirtschaftliche Betriebe mit dieser Vernetzung Gesundheit und die Lebensqualität im ländlichen Raum stärken", so die VP-Sozialsprecherin, Karin Schabus, heute nach einer Sitzung des Gesundheitsausschusses, in dem die VP-Initiative "Green Care" für Kärnten einstimmig beschlossen wurde. Dieser Beschluss setzt für Kärnten eine wichtige Forderung der Bundesministerin Elisabeth Köstinger um, die Green Care bereits 2010 auf EU-Ebene behandelte. „In vielen bäuerlichen Familien gibt es viele Personen, die über Qualifikationen aus dem Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich verfügen. Gerade für diese Betriebe bietet Green Care eine interessante Möglichkeit, den sozialen Beruf mit dem eigenen Bauernhof zu kombinieren“, erläutert Schabus. Zusätzlich gibt es eine Reihe an Fort- und Weiterbildungen die Kompetenzen vermitteln, um die Ressourcen eines Bauernhofes (z. B. Tiere, Gärten, Lebensmittel oder den Wald) für soziale Dienstleistungen einsetzen zu können.


Dass Green Care nun auch in Kärnten verstärkt angenommen und umgesetzt wird, sei ein Zeichen für das Interesse und die vielen Vorteile dieses Projektes für die Menschen im Land. Durch Green Care werden bestehende Bauernhöfen zu wohnortnahen Betreuungseinrichtungen für junge und alte Menschen, Menschen mit physischen und psychischen Erkrankungen erweitert. Green Care ermöglicht außerdem eine flexible Kinderbetreuung und schafft Bildungsangebote. "Damit stärkt Green Care auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Vergleich zu den Ballungszentren, stellt die Kinderbetreuung im ländlichen Raum für viele noch eine Hürde dar. Die Möglichkeit auf Tagesmütter und -Väter zurückgreifen zu können, ist eine wichtige Maßnahme, damit Kärnten kinderfreundlicher wird", so Schabus.


Für die bäuerlichen Betriebe stelle Green Care weiters eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit dar. Die Lebensmittel- und Umweltkompetenz der landwirtschaftlichen Betriebe werde so um die soziale Komponente erweitert. Zukünftig sollen mit diesem Projekt mehr Betreuungsmöglichkeiten in den Tälern und Gemeinden geschaffen werden, die den Menschen eine wohnortnahe Betreuung ermöglicht, die alle Vorzüge und den Mehrwert eines Bauernhofes vereint. "Das ist nicht nur eine enorme Hilfe für die Betroffenen, sondern entlastet gleichzeitig unser Sozial- und Gesundheitssystem. Die zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätze erhöhen außerdem die regionale Wertschöpfung und verbessern die Wirtschafts- und Kaufkraft im ländlichen Raum", zeigt Schabus auf.


Das große Interesse von Kärntens Bäuerinnen und Bauern bestätige die Nachhaltigkeit und Zukunftsträchtigkeit von Green Care. "Dieses Projekt kann dazu beitragen, die Lebensqualität von uns allen zu verbessern“, schließt Schabus.


Ziele von Green Care: - hochwertige Produkte und Dienstleistungen aus aktiven land- und forstwirtschaftlichen Betrieben in Kooperation mit Sozialträgern und Institutionen - Zertifizierungskriterien für Produkte und Dienstleistungen auf aktiven land- und forstwirtschaftlichen Betrieben (Qualitätsmanagementsystem) - Plattform, die alle Interessenspartnerinnen und -partner mit Informationen bedient und einen Erfahrungsaustausch ermöglicht - Darstellung bestehender Finanzierungsmodelle bzw. Strukturen und die Erarbeitung neuer Modelle zur Finanzierung von Projekten in der Land- und Forstwirtschaft.





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