15.09.2016

Mountainbiking im Wald nur im Einvernehmen mit dem Grundeigentümer

Kärntner Erfolgsmodell der „Mountainbike-Fair-Trails“ bestätigt

„Kärnten spricht sich gegen eine generelle Öffnung von Forststraßen für Mountainbiking aus“, berichtet der Clubobmann der Kärntner Volkspartei, Ferdinand Hueter, von der heutigen Sitzung des Naturschutz-Ausschusses des Kärntner Landtages. Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Abgeordneten mittels einstimmigen Beschlusses darauf verständigt, dass die Ausweisung von Mountainbike-Strecken in Kärnten nur im Einvernehmen mit den jeweiligen Grundeigentümern erfolgen darf. Im Zuge der Ausschussberatungen hat sich gezeigt, dass die in Kärnten seit 2012 praktizierte Form der Mountainbike-Fair-Trails, sprich vertraglich festgelegte und mit Lenkungsmaßnahmen geführte Mountainbike-Strecken, bewährt hat. „Wir haben uns nachdringlich für die Interessen der Grundeigentümer eingesetzt und ein positives Ergebnis für sie erzielt“, freut sich Hueter und stellt klar, dass eine generelle Öffnung des Waldes vom Tisch sei.

Mit dem Projekt „MTB-Fair-Trail“ wird eine akkordierte Mountainbike-Routenausweisung mit landesweit einheitlichen Vertrags-, Versicherungs- und Beschilderungsnormen gewährleistet. Unterstützt bei der Routenentwicklung, bei Verhandlungen und Beschilderungen werden die Gemeinden und Touristiker vom Radkoordinator. Kärnten als Tourismusland hat dadurch im Mountainbike-Sektor in den letzten Jahren viel aufgeholt. „Mittlerweile sind in Kärnten rund 2.600 km MTB Wege legalisiert. Der gemeinsame Kärntner Weg bestätigt sich und hat sich bis dato als der richtige dargestellt“, erläutert Hueter das Erfolgsmodell. Alleine in den Regionen Bad Kleinkircheim, Weißensee oder Nassfeld wurden bis dato hunderte von Verträgen unterschrieben und hunderte MTB Kilometer somit legalisiert. „Grundeigentümer, Wanderer wie auch Biker selbst schätzen diese klaren und konfliktfreien Verhältnisse. Die Bundesländer Tirol, Salzburg und Kärnten fahren sehr gut mit dieser Lösung, andere Bundesländer wie die Steiermark folgen unserem Beispiel“, so Hueter abschließend.

Der einstimmige Beschluss im Wortlaut:

Die Kärntner Landesregierung wird aufgefordert, im Einvernehmen mit den jeweiligen Grundeigentümern dafür zu sorgen, dass ausschließlich gelenkte Angebote an Single-Trails für Mountainbiker aller Leistungsstufen im Bereich von Aufstiegshilfen und im Umfeld von Ballungsräumen vertraglich weiter ausgebaut sowie Lücken im Kärntner Mountainbike-Wegenetz geschlossen werden.





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