05.12.2017


Höchstens 15 Prozent der Glyphosatmenge in Kärnten wird von der Land- und Fortwirtschaft verwendet. Gemeinden können sofort aktiv werden


 "Kärntens Bäuerinnen und Bauern, die Land- und Forstwirtschaft sind nicht der Glyphosat-Sündenbock. Von der Gesamtmenge Glyphosat in Kärnten kommen lediglich 15 Prozent in der Land- und Fortwirtschaft zur Anwendung. Davon maximal drei Prozent auf Ackerflächen und diese ausschließlich außerhalb der Pflanzzeit", stellt der VP-Clubobmann Ferdinand Hueter heute erneut klar.


Der Großteil an Glyphosat werde im öffentlichen und im privaten Bereich verwendet. "Entlang von Schienen und Straßen, in privaten Hausgärten und in öffentlichen Parkanlagen. Dort erfolgt die Verwendung allerdings ohne Kontrolle und zu allen Jahreszeiten", so Hueter. Daher sei im privaten Bereich auch nach dem Vorbild Oberösterreichs ein Sachkundenachweis einzufordern, bis ein Verbot die Ausbringung von Glyphosat verhindert. In Oberösterreich dürfen Private Glyphosat nur kaufen, wenn sie einen Sachkundenachweis haben. Das heißt, sie müssen für die Verwendung einen Kurs machen, so wie das auch in der Landwirtschaft bereits üblich ist.


Die Kärntner Landwirtschaft könne auf Grund der geringen Mengen auf die Verwendung von Glyphosat verzichten, ohne der eigenen Produktion und der Wettbewerbsfähigkeit zu schaden.


Weiters setzt Hueter auf Eigenverantwortung: „Wer es nicht will, soll es nicht anwenden. Die Gemeinden können für den öffentlichen Bereich, Straßen, Wege, Friedhöfe, Parkanlagen, Kinderspielplätze per Beschluss auf Glyphosat verzichten. Da muss niemand auf die Juristen warten, bis die sich einig sind, wie ein Verbot ausschaut“, weist Hueter hin.


Glyphosat sei wieder ein gutes Beispiel, dass sich die EU um sehr viel größere Themen wie den Schutz der Außengrenzen zu kümmern hat. „Aber alles was Naturschutz, Pflanzenschutz oder die Lebensmittelproduktion betrifft, muss wieder in nationalstaatliche Kompetenz. Die Wirtschaftsstruktur in den Mitgliedsstaaten ist so unterschiedlich, dass sich gewisse Themen nicht zentral über den Kamm scheren lassen. Bei Glyphosat wollen hier alle das gleiche, aber wir scheitern derzeit noch am Riesen EU!“, so Hueter 






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