16.11.2017

Wer täglich hart arbeitet, darf nicht der Dumme sein! Schuldenpolitik im Kärntner Gesundheitswesen durch Strukturreformen Riegel vorschieben - Gemeinden entlasten


"Kärntens Gesundheitssystem zählt international zu den besten. Das ist nicht zuletzt der hervorragenden Leistung des Gesundheitspersonals zu verdanken. Sie leisten täglich unschätzbare Arbeit für die Menschen im Land und verdienen eine entsprechende Entlohnung. Wer hart arbeitet, darf am Ende des Tages nicht der Dumme sein", so der VP-Clubobmann Stv. und Gesundheitssprecher Markus Malle in der heutigen Landtagssitzung in Anspielung auf hohe Sozialleistungen auch für jene, die nicht arbeiten wollen.


Mit der Gehaltserhöhung, packe man das Problem im Kärntner Gesundheitssystem aber nicht an der Wurzel. Es führe kein Weg an tiefgreifenden Strukturreformen und an Schwerpunktsetzungen bei den medizinischen Angeboten vorbei, um eine flächendeckende und finanzierbare medizinische Versorgung zu sichern. "Der Bundesrechnungshof und der Kärntner Landesrechnungshof haben die kostspieligen Krankenanstalten, die zu hohe Bettenanzahl und die aufgeblähte Bürokratie schon mehrfach kritisiert und Reformen empfohlen. "Wenn in einem Bereich die Kosten ständig steigen, dann muss man priorisieren. Es muss auch nicht jedes Krankenhaus alles anbieten. Qualitätssicherung ist der richtige Weg für ein finanzierbares Gesundheitssystem in Kärnten", erläutert Malle. Außerdem würde man mit entsprechender Entlastung der Spitäler zugleich die Landärzte stärken und damit die Lebensqualität in den Tälern und Gemeinden.


Die steigenden Kosten im Gesundheitsbereich müssen letztendlich auch von den Kärntner Gemeinden mitfinanziert werden, die mittlerweile finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen. "Das teuerste Gesundheitssystem ist nicht automatisch das beste Gesundheitssystem. Das bestätigte auch der Direktor des Kärntner Landesrechnungshofes, der in seiner Empfehlung angab, dass die Leistungen beim Patienten verbessert und gleichzeitig Einsparungen vorgenommen werden könnten", so der VP-Familien- und Seniorensprecher Bgm. Herbert Gaggl.


"Zu viele Gelder versickern in der aufgeblähten Bürokratie anstatt beim Patienten und bei den Mitarbeitern anzukommen. Es dürfen nicht die Interessen der Strukturen im Mittelpunkt stehen, sondern die Interessen der Patienten und der Mitarbeiter. Gerade die Mitarbeiter sind rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche für die Patienten da. Sie leisten einen sehr wesentlichen Beitrag und dürfen nicht die Dummen sein", so Gaggl.


Weiters sei eine wohnortnahe und flächendeckende Gesundheitsversorgung für die Zukunft zu sichern. "Hier sind auch die Landärzte von enormer Bedeutung, die ebenfalls eine gerechte Entlohnung verdienen. Landärzte sind nicht nur hervorragende Diagnostiker. Durch ihre Betreuung vor Ort tragen sie zur Entlastung der Zentren und zu Ersparnissen bei", so Gaggl. Gesundheit sei weiters das höchste Gut, das es zu erhalten gibt. "Es gibt tausende Krankheiten, aber nur eine Gesundheit. Daher sind Prävention und mehr Eigenverantwortung der Gesundheit enorm wichtig", schließt Gaggl. (Schluss)





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