17.10.2017

VP-Einsatz lohnt sich: Landtag beschließt neues Schulgesetz. Nachmittagsbetreuung endlich flexibel, Eltern können selbst entscheiden. Kinderbetreuung orientiert sich an Bedürfnissen


Die Nachmittagsbetreuung in Schulen war in Kärnten bis dato strenger geregelt als vom Bund vorgesehen. Eltern konnten, wenn sie Zeit hatten, ihre Kinder gar nicht aus der Nachmittagsbetreuung holen, die Kinder mussten dort ihre Stunden absitzen, auch wenn Eltern Zeit mit ihnen verbringen wollten. „Das ist absoluter Zwang, das ist familienfeindlich, das hilft niemandem. Deshalb haben wir mit vereinten Kräften im Landtag und mit den Eltern gekämpft, um die Nachmittagsbetreuung flexibler zu gestalten“, berichtet VP-Bildungssprecher Herbert Gaggl heute. Dieser Einsatz hat sich ausgezahlt, denn in der kommenden Landtagssitzung wird das neue Schulgesetz beschlossen und damit die Flexibilisierung der Nachmittagsbetreuung. „Mit diesem Beschluss setzen wir eines unserer zentralsten Anliegen für die Kärntner Familien um. Kinderbetreuung muss flexibel sein, Eltern müssen Wahlfreiheit haben, dafür arbeiten wir", so Gaggl.


Im alten Schulgesetz waren fünf Tage Anwesenheitspflicht pro Woche und eine Schüleranzahl von zehn Kindern Voraussetzung, dass eine schulische Nachmittagsbetreuung überhaupt angeboten worden ist. Jetzt reichen drei Tage in der Woche Anwesenheit und trotzdem besteht das Angebot der schulischen Nachmittagsbetreuung. "Die Kärntner Volkspartei hat gefordert, gekämpft und sich durchgesetzt. Die Entscheidung darüber, an wie vielen Tagen das Kind in Betreuung sein soll, bleibt jetzt den Eltern überlassen", erläutert Gaggl.


Jede Maßnahme, die zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beträgt, ist ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft. "Eine flexible Nachmittagsbetreuung sowie das duale Ausbildungssystem sind der einzig richtige Weg. Eltern müssen die Wahlfreiheit und Entscheidungsfreiheit haben", so Gaggl. Verpflichtend sei der Nachmittagsunterricht laut Gaggl jedoch dann einzuführen, wenn es um den Spracherwerb geht. „Hier haben wir enormen Handlungsbedarf und es muss eines klar sein: wer hier leben will, muss sich integrieren. Das geht nur über die Sprache. Sie ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration und diese sichert nachhaltig den Frieden im Land“, schließt Gaggl. (Schluss)





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