10.02.2016

42% verzehrfähiger Lebensmittel landen im Müll

Hauptsächlich durch den Endverbraucher selbst.

"Was Hunger wirklich bedeutet, wissen heute viele nicht mehr. Besonders zu Beginn der Fastenzeit bietet es sich an, in sich zu kehren, um über einen sorgsameren Umgang mit Lebensmitteln nachzudenken.", so VP-LAbg. Karin Schabus. Allein in Österreich werden Jahr für Jahr tonnenweise Lebensmittel vom Endverbraucher weggeworfen. Darunter auch jene, die von Kärntens Bäuerinnen und Bauern mit einem hohen Maß an Leistung hergestellt werden. "Als Bio-Bäuerin weiß ich, welchen Wert Lebensmittel haben, wie viel Mühe und Liebe in der Urproduktion stecken. Diese Lebensmittel landen im Müll, obwohl sie hochwertig und zu hundert Prozent genießbar sind. Ein Umdenken in der Gesellschaft ist notwendig, damit der Wert der Lebensmittel wieder erkannt und der Umgang damit geändert wird.", so Schabus.

Besorgniserregend sei außerdem das Phänomen, dass die Zahl der Magersüchtigen bei voll gedeckten Tischen rasant steige. "Mittlerweile ist ein Anstieg von Magersüchtigen bereits im Kindesalter zu verzeichnen. Ein alarmierendes gesellschaftliches Phänomen, dass nicht ignoriert werden darf, ebenso wie die Tatsache, dass viele Menschen Hunger leiden, sich aber keine Mahlzeit leisten können.", so Schabus.

Als Gegenmaßnahme sei das Aktionsprogramm "Stopp der Lebensmittelverschwendung" von Bundesminister Andre Rupprechter zu begrüßen, das im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche präsentiert wurde. "Auch in Kärnten können die darin enthaltenen Gegenmaßnahmen mittels Initiativen forciert werden. Bewusstseins -und Informationskampagnen für Konsumenten oder der Ausbau der Lebensmittelweitervergabe in bestehende Soziale Einrichtungen würden auch in Kärnten zur Vermeidung der Lebensmittelverschwendung beitragen.", erläutert Schabus. Darüber hinaus sei die Optimierung des Warenangebotes in allen Bereichen der Wertschöpfungskette ein wesentlicher Schwerpunkt. Durch gezielte Informations- und Schulunterlagen für Bildungseinrichtungen könnte früher mit der Bewusstseinsbildung für einen sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln begonnen werden. "Wie kostbar unsere Lebensmittel sind und wie wichtig eine gesunde, ausgewogene Ernährung für ein vitales Leben ist, sollte unseren Kindern von klein auf mitgegeben werden. Die Familie nimmt hier eine ganz entscheidende Vorbildrolle ein. Aber auch Bildungseinrichtungen sind gefragt.", so Schabus. Um dafür einen Anreiz zu bieten, sollten Einrichtungen, die das Wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden, mit einem preisdotierten Award belohnt und honoriert werden.

"Letztlich liegt es aber auch an jedem einzelnen, wie viel in welcher Qualität wo gekauft wird. Ob nun Unmengen an billigen Auslandprodukten oder doch hochwertige, regionale Produkten gekauft werden. Heimische Produkte sind nicht nur gesünder. Beim Kauf von Kärntner Produkten wird gleichzeitig die regionale Wertschöpfung gestärkt. Unsere Lebensmittel sind der Schlüssel zu einem vitalen und gesunden Leben und kein Abfallprodukt!", so Schabus abschließend.





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