22.11.2016

Kärnten im Wohnbau am Holzweg! Nicht Wohnbeihilfe steigern, sondern Auflagen für Wohnbauförderung reduzieren

Günstiger bauen - günstiger wohnen

"Kärnten befindet sich im Wohnbau seit Langen am Holzweg. Die steigenden Mieten und die teure Wohnraumschaffung sprechen eine klare Sprache. Leistbares Wohnen ist wie die Schaffung des Eigentums ein Grundbedürfnis und muss möglich sein", so der VP-LAbg. und Sprecher für Wohnbau, Herbert Gaggl, heute in der Aktuellen Stunde des Kärntner Landtages zum Thema "Mietensenkungsprogramm für Kärnten". Die Erhöhungen von Wohn-Sozialleistungen packen das Problem nicht an der Wurzel, sondern schaffen Abhängigkeiten und Ungerechtigkeiten gegenüber jenen, die mit ihrer Leistung und täglichen Arbeit diese Sozialleistungen finanzieren müssen. „Die Erhöhung der Wohnbeihilfe schafft nicht niedrigere Mieten, sondern höhere Abhängigkeiten. Wir brauchen eine einfache, unbürokratische Wohnbauförderung, die Bauen günstiger macht und nicht wie derzeit wesentlich verteuert“, weist Gaggl hin.

Es sei Faktum, das fast 80 % der Häuselbauer eine Wohnbauförderung gar nicht mehr in Anspruch nehmen, weil aufgrund der vorgeschriebenen Maßnahmen, um zur Förderung zu kommen, das Bauen verteuert wird. Auch den sozialen Wohnbau verteuern diese Vorschriften nachhaltig, denn alles, was vorgeschrieben wird, muss auch gewartet werden und diese Kosten hat laut Gaggl wieder der Mieter zu bezahlen. „Wir brauchen im privaten und im sozialen Wohnbau weniger Bauvorschriften, weniger Auflagen und weniger Bürokratie, um ohne Qualitätseinbußen günstig bauen zu können. Die Wohnbauexperten belegen, dass es möglich ist. Günstiger bauen, günstiger wohnen - so einfach ist das“, hält Gaggl fest. In Kärnten lassen die Rahmenbedingungen von Seiten des Gesetzgebers dies jedoch nicht zu: ausufernde Bauvorschriften, wie Einbauten von Zwangsbelüftungsanlagen im sozialen Wohnbau und gesetzliche Auflagen treiben die Mieten und die Betriebskosten in die Höhe oder verhindern das Schaffen eines Eigenheims", kritisiert Gaggl die überbordende Bürokratie.

Gefordert sei deswegen eine moderne und bürgerfreundliche Wohnbauförderung. Man solle nicht länger am alten Gesetz beharren, sondern ein neues, klares schaffen, vor allem unter Hinzuziehen der Praktiker und Experten. Die Kärntner Volkspartei habe Initiativen für den finanzierbaren Wohnraum gesetzt und u.a. zur Fachtagung der Wohnbauoffensive im Jahr 2014 geladen. "Kärnten braucht ein einfaches Gesetz und zwar durch ein gemeinsames Engagement und eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit. Handeln und Taten sind gefordert, oder es mit den Worten Dante Aleghieri zu sagen: "Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt an und handelt", so Gaggl abschließend.





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