19.01.2017

Streckenführung der Hochleistungsbahn im Zentralraum noch immer nicht geklärt

Ohne Lärmschutz keine Hochleistungsbahn durch den Zentralraum. VP-Initiativen bis dato unbehandelt

"Während die Gleise der Hochleistungsbahn vor Klagenfurt in der Erde liegen, ist die Streckenführung von Klagenfurt nach Villach noch immer nicht geklärt. Die Menschen erwarten Klarheit. Die Hochleistungsbahn darf nicht durch die Schlafzimmer der Anrainer fahren. Außerdem steht die sensible Tourismusregion Wörthersee auf dem Spiel", stellt der VP-LAbg. und Bezirksparteiobmann von Klagenfurt Land, Herbert Gaggl, heute klar. Gaggl habe in den letzten Jahren bereits mehrfach die Initiative ergriffen und zu Wörthersee-Konferenzen eingeladen, damit vor allem die Anliegen der Klagenfurterinnen und Klagenfurter und des Tourismus Gehör finden. Auch entsprechende Petitionen wurden verfasst.
Schon im Juli 2013 wurden im Rahmen einer Wörthersee-Konferenz alle Verantwortlichen eingeladen, um für die schon heute nicht mehr tragbare Lärmbelastung entlang des Wörthersees und in Klagenfurt Lösungen zu erarbeiten. Gegen die Lärmbelästigung entlang der Zugstrecke wurde nicht nur eine Petition ins Leben gerufen, sondern wurden Investitionen in den Lärmschutz gefordert.

Von Seiten der EU und der Bahn wurden die dafür notwendigen Mittel bereits fixiert. Bis 2018 fließen 50 Millionen Euro in die Trasse entlang des Sees für den Lärmschutz. „Jetzt geht es um Taten. Für den Wirtschaftsstandort Kärnten ist die Anbindung an die Baltisch-Adriatische-Achse von großer Bedeutung. Das stärkt die Attraktivität des Standortes, sichert Investitionen und schafft Arbeitsplätze", so der VP-Wirtschaftssprecher Markus Malle. Aber ohne Schutz der Bürgerinnen und Bürger darf es zu keiner Ausweitung des Güterverkehrs auf der Strecke kommen. „Denn auch die Lebensqualität ist maßgeblich für einen Wirtschaftsstandort, zumal der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen Kärntens ist“, erläutert Malle. Dass der Landeshauptmann nun eine weitere Wörthersee-Konferenz in Aussicht stellt, sei grundsätzlich zu begrüßen, "aber was nützen Konferenzen, wenn keine Taten folgen und die vielen Initiativen der Kärntner Volkspartei bis dato unbehandelt liegen bleiben. Wir erwarten uns, dass der Landeshauptmann als Bundesparteiobmann Stellvertreter seine Kontakte zu Bundeskanzler Kern, zum Infrastrukturminister Leichtfried und zum ehemaligen Arbeitgeber der ÖBB endlich spielen lässt", so Malle. Gerade weil die Baltisch-Adriatische Achse wichtig für den Wirtschaftsstandort Kärnten, Österreich und Europa ist, brauche es endlich Lösungen für den Streckenbau der Hochleistungsbahn in Kärnten.





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