08.03.2016

Internationaler Weltfrauentag

Starke Frauen, starke Familien, starke Heimat

"Wenn wir das Potential von Frauen voll und fair ausschöpfen würden, wäre unser Land vielfältiger und stärker", so VP-Frauensprecherin LAbg. Karin Schabus heute anlässlich des internationalen Weltfrauentages. Frauenpolitik müsse mehr sein als die Forderung nach Gendern und Quoten. Die Auseinandersetzung mit der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen, die Besetzung von leitenden Positionen durch Männer und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien immer noch die zentralen Herausforderungen. "Es geht nicht darum, Gleichheit zwischen Frauen und Männern herzustellen, sondern darum, Gleichwertigkeit zu schaffen. Anderssein muss als Wert und Bereicherung erkannt und die gleichen Chancen für alle ermöglicht werden. Beispielsweise wäre das Pensionssplitting zwischen Partnern ein wichtiger Schritt, um die Nachteile für Frauen abzufedern, die sich länger um Kindererziehung kümmern wollen. Außerdem könnte damit auch verhindert werden, dass diese Familien-Leistung für die Frauen in einer Pensionsfalle endet", so Schabus.

Bekanntlich gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit eines freiwilligen Pensionssplittings. Dabei kann der erwerbstätige Partner innerhalb der ersten vier Jahre 50% seines Einkommens auf das Pensionskonto jenes Elternteils übertragen, das sich der Kindererziehung widmet. "Jetzt wird diskutiert, das Pensionssplitting zwischen Partnern pro Kind für sieben Jahre zu ermöglichen. Um auf die notwendigen 15 Jahre für die Mindestpension zu kommen, soll es zukünftig auch möglich sein, die Kinderbetreuungszeit anrechnen zu lassen. Ein sehr vorteilhaftes Modell für Frauen, das bislang leider kaum genutzt wurde", erläutert Schabus.

Eine wirksame Frauenpolitik setze weiters Initiativen für mehr frauen- und familienfreundliche Betriebe und schaffe damit Anreize, dass sich mehr Firmen mit der Vereinbarkeitsthematik beschäftigen. "Wir stehen für Wahlfreiheit.
Frauen müssen sich ebenso wie Männer für beruflichen Erfolg entscheiden können, ohne dabei auf Familie und Kinder verzichten zu müssen. Besonders in der Partnerschaft muss das Bewusstsein geschaffen werden, dass beides möglich ist. Schließlich ist der Kinderwunsch ja auch eine Paarentscheidung", so Schabus.

Gefragt sei weiters die Bildungspolitik, die dafür zu sorgen habe, dass Frauen die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten aufgezeigt wird. Immer noch sei der Prozentsatz von Frauen in technischen Berufen u.a. sehr gering. "Wir leben in einer Gesellschaft, die primär immer noch an den Lebensbildern von Männern, an ihren Erfahrungen, Wertmaßstäben und Verhaltensmustern ausgerichtet ist. Frauen sollten wie Männer jeder beruflichen Herausforderung nachkommen können, die sie aus Leidenschaft und mit Herz verfolgen. Denn Erfolg ist auch immer damit verbunden, ob man den Beruf mit Leidenschaft und Hingebung ausübt. Um das zu schaffen, brauchen wir gleichwertige Chancen für alle",so Schabus abschließend.





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