18.07.2018

Ja zur „Spitals-Ehe“ zwischen UKH und Klinikum Klagenfurt

Bei der am 6. Juli 2018 von der Kärnten-Koalition einberufene Sonderlandtagssitzung zur Causa „Kooperation des UKH mit dem Klinikum Klagenfurt“, setzt sich die Kärntner ÖVP massiv für diese Kooperation ein. Es ist eine Win-Win-Situation für alle Kärntnerinnen und Kärntner. Diese Kooperation ist von der kürzlich vom Nationalrat für die Sozialversicherungsträger beschlossene „Ausgabenbremse" dezidiert ausgenommen.


Hier die Vorteile und Hintergründe zur Kooperation:

 

Warum ist die Kooperation sinnvoll?

Die Kooperation schafft eine qualitative WIN-WIN-WIN-Situation für den Patienten, die KABEG und die AUVA, weil es damit in Klagenfurt erstmals ein überregionales Traumazentrum (Level 1) geben wird und die unfallchirurgischen Patienten aus einer Hand versorgt werden und es ökonomische Vorteile für alle Partner bringt (zB. Reduktion von Transportkosten).

 

Was bringt es den Patienten?

Durch den gemeinsamen Standort sind Fachärzte verschiedener Fachrichtungen innerhalb von Minuten beim Patienten. So können Gefäßchirurgen, die derzeit nicht am UKH beschäftigt waren, bei Bedarf innerhalb von wenigen Minuten zu Fuß am Operationstisch einlangen.

 

Welchen Vorteil hat es für das Land?

Es gibt eine garantierte jährliche Einsparung von 2 Mio. Euro für die KABEG. Zusätzlich werden durch die KABEG Dienstleistungen (Essen, Wäsche, Medikamente, Reinigung, Labor) auch für das UKH erbracht, was weitere Synergiepotentiale bringt.

 

Welchen Vorteil hat es für die Gemeinden?

Die Kärntner Gemeinden zahlen an der Abgangsdeckung der KABEG mit. Durch eine garantierte Reduktion von zumindest 2 Mio. wird dieser Vorteil auch an die Kärntner Gemeinden weitergegeben und die Gemeindebudgets entlastet.

 

Welchen Vorteil hat es für die AUVA?

Die AUVA wird jährlich zumindest Einsparungen von 5 Mio. Euro lukrieren, über die Synergiepotentiale sind aber weiter 2 Mio. pro Jahr möglich. Durch die bessere Abstimmung mit der KABEG, ist eine bessere Personalplanung und -auslastung möglich.

 

Stimmt es, dass die AUVA ein Konzept für die Versorgung von Österreich mit Traumazentren schuldig ist?

Nein! Ein Versicherungsträger alleine kann keine österreichweite Abdeckung von Traumazentren ermöglichen. Überdies ist klar, dass diese nur durch Kooperation mit angestammten Krankenanstalten in dieser Qualität möglich sind.

 

Wieso ist eine schnelle Entscheidung wichtig?

Jedes Krankenhaus hat nur eine bestimmte Lebensdauer, nach der wieder umfangreiche Investitionen notwendig sind. Das Gebäude des UKH Klagenfurt wird in einigen Jahren diese „Lebensdauer“ erreichen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die hohe Investition (50 Mio. Euro) am neuen Standort zu tätigen. Wartet man zu lange, müssten zusätzliche Mittel in das bestehende Gebäude fließen um deren Bestand bis zur Eröffnung am Klinikum-Gelände zu gewährleisten.


Sind alle Vorarbeiten überhaupt schon abgeschlossen?

Seit 2014 hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe die Kooperation inhaltlich vorbereitet. Die Grundsatzvereinbarung wurde Mitte 2017 geschlossen. Im Juni 2018 haben die Gremien der KABEG und AUVA den Kaufvertrag für die ehemalige Chirurgie Ost jeweils einstimmig beschlossen.

 

Warum unterschreibt die FPÖ-Gesundheitsministerin den Vertrag nicht?

Weil sie diese sinnvolle Kooperation von der (politischen) Zukunft der AUVA abhängig macht. Dies hat allerdings keinerlei inhaltliche Gründe. Ein nicht zustande kommen der Kooperation hätte massive Nachteile für Kärnten.


Ist mit dem Nationalratsbeschluss der „Ausgabenbremse“ für Sozialversicherungsträger das Projekt gestorben?

Nein! Unser guter Draht zur Bundesregierung zahlt sich aus. Die Kooperation zwischen dem UKH Klagenfurt und dem Klinikum Klagenfurt ist von der „Ausgabenbremse“ dezidiert ausgenommen. Das ist gesetzlich im Sozialversicherungsgesetz fixiert!





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